C'est la vie
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Eine Messe, wenig Geld und Save PHX' Musicresort

Ich weiß nicht mehr, wie oft ich schon komisch an geguckt worden bin, wenn ich erwähnt habe das ich deutschen Rap höre, selbst ab und zu Texte schreibe und die Kultur, die mit dieser Musik verbunden ist liebe. Bei Frauen oder Mädchen zeigt sich das ziemlich deutlich. Bis 15 Jahren ist man für sie ein Held, wenn man rappt und Rap feiert, danach kommt ein paar Jahre in denen alles Scheiße ist, was kein Bushido ist und dann die gänzliche Abkehr vom Rap und die komischen Blicke. Möglicherweise unterstütze ich den Stereotyp des Rappers auch ein wenig, aber Baggys sind nun mal sau bequem und im Gegensatz zu euch kann ich in meinen T-Shirts im Notfall auch zelten. Naja, wen interessiert es. Niemand. Ist mir, aber ehrlich gesagt auch ziemlich egal. Ich schreib meistens nur um meine Langeweile zu überbrücken und um mich später daran zu erinnern, was ich irgendwann mal sagen wollte. Irgendwie hab ich den Faden gerade trotzdem verloren, also das Thema zu dem ich eigentlich den klassischen Bogen schlagen wollte, wie ein gut gespielter Ball von Woods. Ok im Moment ist die Überleitung eher holprig, wie die Kölner Radwege, aber was soll man machen. Mir fällt keine gekonnte Überleitung zum Thema Journalismus ein und der Messe auf der ich heute war. Klangvoller Name „Euer Einstieg in die Medienwelt“ Na ja ich weiß nicht, ob das mein Einstieg sein sollte, aber eins hab ich gemerkt, die Frauenquote lag deutlich jenseits der 80% und ich war der Einzige auf der Veranstaltung dem man deutlich ansah, dass er Rap hört. Soziale Isolation durch Musik, vielleicht sollte ich darüber meine Facharbeit schreiben, aber ich glaub interessiert auch mal wieder keinen. Positives hat mir die Veranstaltung nichts gebracht, nur negatives. Ewiges Warten in der Kälte und ich hab einen Teil von dem Geld ausgegeben, der für das MontanaMax Album reserviert war. C'est la vie. Muss ich halt noch eine Woche warten bis ich mich dem musikalischen Genuss hingeben kann. Oder spendet mir wer Geld für das Album. Save PHX' Musicresort oder so ähnlich.

14.11.08 21:20


Script - Scene 1

Ein leerer Bahnsteig irgendwo in einem Vorort einer Großstadt. Der Tag neigt sich dem Ende zu und mit schlurfenden Schritten tappt ein junger Mann über den Bahnsteig und steuert die einzige verbliebene Sitzreihe an. Die Mütze die er auf dem Kopf trägt, zieht er seufzend von eben jenem und lässt sich auf einen der Sitze fallen. Mit der rechten Hand fährt er sich über das Gesicht und seufzt erneut.


DerJunge(seine Gedanken laut aussprechend): Hmm..was ein Abend..nie wieder...Alkohol löst nichts. Eine Lösung die nichts löst. Hmm..ist ja auch ein Destilat. (Sein Fuß stößt gegen die Wodka Flasche, die dem Betrachter bis dahin verborgen war. Sinnierend und Büchner zitierend.) Wir müssen uns Zeit für die Liebe nehmen, sonst nimmt die Zeit uns die Liebe. Und sowas von einem 25 Jährigen...Pff...Was hat der schon von der Welt gesehen (Mit den Handknochen knackend) Das bleibt von uns. Knochen mehr nicht. Liebe, Einsamkeit, Verrat, Freundschaft. (Zieht einen Zettel hervor und schreibt die Worte auf) Verdammt! Wo ist es? (Seine Taschen abtastend bis er ein Feuerzeug zu Tage befördert und damit den Zettel anzündet..) Mehr Wörter für die Liste. Zeit, Nachdenken, Zeit in der ich wahrscheinlich wieder nur nachdenken werde. Nachdenken über ein Leben, bei dem ich mich frage, ob es sich zu leben lohnt. Alles scheint an mir vorbeizuziehen, wie der Blick aus einem Zugfenster. Ich höre Stimmen der Leute um mich herum, doch ein Teil von ihnen bin ich nicht. Wie ein Schatten meiner selbst, scheine ich zwischen ihnen zustehen. Einsamkeit? Verständnis? Schlagwörter, geschrien in einen leeren Zuschauerraum. Blicke, Worte, Gesten, die nicht erwidert werden. Hass, Trauer, Gefühle? Mehr Wörter auf der Leinwand, niemand der sie liest. Leute, die reden und nichts sagen. Zuhören und nichts verstehen. Gesten benutzen und nichts zeigen. Kann man einen Text schreiben über etwas, dass man nicht versteht? Menschlichkeit? Gefühle? Ich brauche Stille. Stille die ich nirgendwo zu finden scheine. Stille, Abgeschiedenheit, Ruhe. Noch mehr Schlagwörter. (Der Schauspieler verzweifelt, faltet die Hände und geht auf die Knie.) Vergebung, Verzeihung, Tod? In immer schnelleren Kreisen drehen sich die Worte. Verschwimmen zu einem Brei schwarzer, zäher Gedanken, der immer mehr an rot zunimmt. Blutiger wird! Blut auf Papier! Neue Szene. Ein neues Papier auf der Bühne. Neue Wörter oder wieder die alten Sachen? Prinz Einsam. Den alten gegen den neuen Namen getauscht.

14.11.08 21:06


Gedicht - Wo ist mein Platz?

Liebe, alle Leute reden von der Liebe,

Jeder Mensch hat seinen Platz in der Welt,

Im Beruf der einen ausfüllt,

An der Seite einer anderen Person,

Aber wo ist in dieser Welt mein Platz?

Im Dunkeln sitzen und schreiben?

Soll das mein Platz sein?

Kälte verhüllt mein Herz,

Dornenranken fesseln mich,

100 Jahre Kälte,

Mein Schicksal besiegelt,

Besiegelt durch Hass, den ich empfand,

Besiegelt durch Zorn den ich zu ließ,

Zorn entfesselt, wie ein Sturm,

Er zerstört das Kartenhaus,

Das Kartenhaus der Selbstbeherrschung,

Ich will weg,

Doch was bedeutet Freiheit schon,

Freiheit ist individuell,

Sie würden sagen ich bin frei,

Äußerlich vielleicht,

Doch im Inneren bin ich gefesselt,

Ketten aus Eis,

Halsband aus Frost,

Gefesselt in 20m²

Kein Weg in die Hoffnung

Keine Aussicht auf Liebe

Keine Chance meinen Platz zu finden

Vielleicht befreit mich irgendwer,

Und irgendwer zeigt mir meinen Platz


15.6.08 23:26


Gedicht - Scherbenhaufen

Ich stehe vor dem Scherbenhaufen,

Meine Füße bluten, musste über diese Scherben laufen,

Den Geruch von schalem Bier in der Nase,

Welke Blumen, abgestorben, wie mein Leben in der Vase,


Der Plan, der sich mein Leben nennt, ist gescheitert

Ich hoffe ich habe euch andere genug erheitert

Konntet ihr über meine Schmerzen lachen?

Über Jungs, die das mit dem Herzen machen?


Was nutzt mir Stärke und der Stiernacken?

Ein Wort kann das Tier knacken,

Diese lose Hülle zerfällt,

Nichts außer Hass was das Fleisch noch hält,


Wo ist der Junge geblieben?

Der Junge der mich im Spiegel anlacht?

Wir wirkten grundsätzlich verschieden,

Doch er war das, was mich ausmacht


Ich blick hinab auf Scherben,

Bilder von Bekannten erlöschen

Sehe Erinnerung sterben

Ob sie zu Sternen werden?


Ich probiere die Scherben aufzuheben,

Sehe Blut an meinen Armen entlang laufen,

Kann man sich ein neues Leben kaufen?

Ich spüre meinen Körper beben,


Meine Augen werden schwer,

Helft mir, bitte irgendwer,

So geht es denn zu Ende,

Kein Held bringt noch die Wende


15.6.08 11:35


Gedicht?? - Fragen?

Das Licht es aus,

Ich blick hinauf zu den Sternen,

Frage mich was dieser Mist soll,

Menschen verletzten Menschen,

Gefühle werden verachtet,

Menschen vergessen die Menschlichkeit,

Ich schließ die Augen,

Sehe ihr Gesicht,

Denk daran, wie gut sie ist,

Denk daran, wie schlecht es ihr geht,

Frage mich, was das alles soll?

Die Besten sterben jung?

Ja, weil Gott ihnen andauernd Prüfungen stellt,

Prüfungen, Tests, dauernd dreht sich alles darum,

Du musst dort der beste sein,

Du musst dort den Normen entsprechen,

Ich gab einem Obdachlosen meine letzten 5 Euro,

Meine Freunde guckten, als wäre ich verrückt

Ich hab solche Probleme nicht,

Was ist, wenn ich irgendwann auf der Straße sitze?

Mich würde jeder Euro freuen,

Was hätte ich mit dem Geld tun sollen?

Alkohol? Feiern? Essen?

Kann ich immer haben,

aber eine gute Tat kann ich nicht immer tun,

Was schreibe ich hier?

Gedichte? Geschichten?

Lügen? Wahrheiten?

Tatsachenberichte?

Vielleicht von allem etwas?

Wer bin ich?

Verschwommenes Spiegelbild?

Grüne Augen,

Blondes Haar,

was definiert mich?

Tausend Fragen, Keine Antwort!

Die besten Sterben jung?

Bin ich einer der besten?

Bin ich arrogant, wenn ich stolz auf meine Werke bin?

Antworten, Fragen

Alles kreist in meinem Kopf

Jeder bestimmt sein Schicksal?

Habe ich die Niete gezogen?

Oder kommt irgendwann der Hauptgewinn?

Vielleicht

Die besten sterben jung

Und den Göttern kommt das kotzen

13.6.08 00:05


Gedicht - Er und Sie

Er:
Es ist 2 uhr nacht schreibe diesen text
 keine ahnung was nun los ist
 keine ahnung warum du wieder los bist
ich weiß du bist gegangen
 keine ahnung bin in meiner welt gefangen
dieses zimmer ist so dunkel keine ahnung
hör die schatten munkeln
frage nicht nach dir
es ist so keine ahnung sie ist nicht bei
 mir ach scheiß drauf
ich mach die nächste flasche auf
heute gehen hirnzellen drauf
ich bin glücklich wie ich bin
sie kann es nicht akzeptieren dass ich eigensinnig bin
sie erwartet mein kind
doch es ist noch lange hin
warum sollte ich erwachsen werden
wenn sie nur erwachsen sterben
sie sagt ich sei wie peter pan
eigensinnig wie ein schwan
also mädchen chill
es ist noch lange hin
weiß das ich bereit bin
irgendwann werde ich schon vater sein


Sie:
Immer schreibt er seine Texte
Interessiert sich nicht für mich
Nicht mal dein Kind interessiert dich
Wieder nehm ich meine Jacke und renn raus
Wieder flüchte ich zu meiner Mutter ins Haus
Sie kann mir doch nicht ewig helfen,
dass ist doch nicht ihr kind,
dass ist dein und mein kind
irgendwie bist du blind
siehst nicht das offensichtliche
siehst nich das ich dich brauche
Tief in meine Probleme tauche,
sag wie kann ich dich erreichen,
liebe kalt und tot wie leichen
begrabe unsere beziehung unter eichen,
habe gesagt würde nie von dir weichen
doch ich halt nicht mehr bei dir aus
ich renne, muss hier einfach raus
sitze an der bahn station,
jeder von uns, seine eigene fraktion,
ich seh das licht,
interessiert es dich?
ich denke daran zuspringen,
vielleicht wirst du dann drüber singen,
vielleicht denkst du dann an mich

12.6.08 23:51


Gedicht/Geschichte - Hmm...

Er liegt auf dem Bett mustert die verschlungenen Schatten auf dem herabgelassenen Rollo und dreht den Kopf zur Seite bis die Wirbel protestierend krachen. Seine Arme liegen scheinbar entspannt auf der Bettdecke, doch einem verwirrten Impuls seiner Nervenbahnen folgend, ballt er die Fäuste und schlägt in schnellen Abfolgen mit Wucht gegen die Dachschräge. Der Schmerz betäubt seine Hände, doch er spürt, wie die Haut an den Knöcheln aufplatzt. Seine Raserei verebbt, als er sieht wie das helle Blut an seinen bleichen Armen entlang rinnt. In einer tausendfach geübten Bewegung langt er hinüber zu der Rolle mit Küchenpapier die auf seinem Nachttisch steht, reißt ein paar Blätter ab und wischt sich das Blut ab. Die vom Blut rot gefärbten Blätter zusammen knüllend, drückt er sich von der durch gelegenen Matratze ab und bemerkt das gewohnte Blinken auf seinem Computerbildschirm.

Er öffnete die Augen nach diesem verwirrenden Traum, ein kurzer Blick streifte seine Arm, um zu kontrollieren, dass er sich nicht wirklich verletzt hatte, doch er konnte keine äußerlichen Spuren entdecken. Im Traum hatte er auch wieder ihr Gesicht gesehen, momentan beschäftigte sie ihn ziemlich häufig. Er wollte etwas gegen ihre Probleme tun, doch was sollte er tun. Gedankenverloren streifte sein Blick eine kleine Plastikbox mit feinem, silbernen Kristallen. Glücksstaub, jedenfalls hatte ihn sein Vater damals so genannt. Vielleicht konnte der Staub in ihrem Fall helfen, auch wenn er nicht an solche Sachen glaubte, aber vielleicht würde es als symbolische Geste helfen. Einen Teil des Staubes mischte er in das kleine Tintenfässchen, welches schon lange seinen angestammten Platz auf dem weißen Ikea Schreibtisch hatte. Er tauchte den Füller in die dunkle, schimmernde Tinte und füllte ihn, bevor er ihn auf das saubere Papier setzte, um ihr etwas zu schreiben.


Die einsame Insel:


Sonne scheint auf weißen Sand,

Leute laufen Hand in Hand,

Kinder laufen lachend über den Strand,

Wellen singen, wie der Wind, der nie Erlösung fand,


Segel spannen sich in der Brise

Tau legt sich auf grüne Wiese,

Tiere durchstreifen das Unterholz

Erfüllt von angeborenem Stolz,


Eine einsame Rose wächst in Dornenhecken,

Efeu kann Ruinen nicht verdecken,

Alles im Griff der Schattenhand,

Ein Platz den der Schatten nicht fand


Ein Platz hinter sanften braunen Augen,

Erfüllt von gefestigtem Glauben,

Verborgen hinter blondem Vorhang,

Ruhig und doch ein Wildfang,


Die Rose und der reine Ort,

Keine Spuren wischt der Wind hinfort,

Beides erwachsen aus Ruinen,

Ruinen einer kalten Welt,


Sanfter Schnee der fällt,

Verdeckt die bösen Spuren,

Menschen die grob verfuhren,

Menschen die nichts aufhält,

Die Welt verändert sich,

Sie denkt nicht an sich,

Es zählt was die anderen wollen,

Niemand scheint ihr Respekt zu zollen,


In der kleinen Kammer sitzend,

Immer wieder auf das Blatt kritzelnd,

Sucht Worte, um zu beschreiben,

Was er nicht kann vermeiden,


Suchte Worte des Erholung,

Fand Wahrheit ohne Schonung,

Kann nicht erklären, das er die Rose schätzt,

Schützend seinen Schatten über sie stellt,

Ganz egal wie viel Dreck fällt,

Möchte ihr die Hand reichen,

Vielleicht kann sein Trost sie doch erreichen






12.6.08 22:35


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