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Gedicht/Geschichte - Hmm...

Er liegt auf dem Bett mustert die verschlungenen Schatten auf dem herabgelassenen Rollo und dreht den Kopf zur Seite bis die Wirbel protestierend krachen. Seine Arme liegen scheinbar entspannt auf der Bettdecke, doch einem verwirrten Impuls seiner Nervenbahnen folgend, ballt er die Fäuste und schlägt in schnellen Abfolgen mit Wucht gegen die Dachschräge. Der Schmerz betäubt seine Hände, doch er spürt, wie die Haut an den Knöcheln aufplatzt. Seine Raserei verebbt, als er sieht wie das helle Blut an seinen bleichen Armen entlang rinnt. In einer tausendfach geübten Bewegung langt er hinüber zu der Rolle mit Küchenpapier die auf seinem Nachttisch steht, reißt ein paar Blätter ab und wischt sich das Blut ab. Die vom Blut rot gefärbten Blätter zusammen knüllend, drückt er sich von der durch gelegenen Matratze ab und bemerkt das gewohnte Blinken auf seinem Computerbildschirm.

Er öffnete die Augen nach diesem verwirrenden Traum, ein kurzer Blick streifte seine Arm, um zu kontrollieren, dass er sich nicht wirklich verletzt hatte, doch er konnte keine äußerlichen Spuren entdecken. Im Traum hatte er auch wieder ihr Gesicht gesehen, momentan beschäftigte sie ihn ziemlich häufig. Er wollte etwas gegen ihre Probleme tun, doch was sollte er tun. Gedankenverloren streifte sein Blick eine kleine Plastikbox mit feinem, silbernen Kristallen. Glücksstaub, jedenfalls hatte ihn sein Vater damals so genannt. Vielleicht konnte der Staub in ihrem Fall helfen, auch wenn er nicht an solche Sachen glaubte, aber vielleicht würde es als symbolische Geste helfen. Einen Teil des Staubes mischte er in das kleine Tintenfässchen, welches schon lange seinen angestammten Platz auf dem weißen Ikea Schreibtisch hatte. Er tauchte den Füller in die dunkle, schimmernde Tinte und füllte ihn, bevor er ihn auf das saubere Papier setzte, um ihr etwas zu schreiben.


Die einsame Insel:


Sonne scheint auf weißen Sand,

Leute laufen Hand in Hand,

Kinder laufen lachend über den Strand,

Wellen singen, wie der Wind, der nie Erlösung fand,


Segel spannen sich in der Brise

Tau legt sich auf grüne Wiese,

Tiere durchstreifen das Unterholz

Erfüllt von angeborenem Stolz,


Eine einsame Rose wächst in Dornenhecken,

Efeu kann Ruinen nicht verdecken,

Alles im Griff der Schattenhand,

Ein Platz den der Schatten nicht fand


Ein Platz hinter sanften braunen Augen,

Erfüllt von gefestigtem Glauben,

Verborgen hinter blondem Vorhang,

Ruhig und doch ein Wildfang,


Die Rose und der reine Ort,

Keine Spuren wischt der Wind hinfort,

Beides erwachsen aus Ruinen,

Ruinen einer kalten Welt,


Sanfter Schnee der fällt,

Verdeckt die bösen Spuren,

Menschen die grob verfuhren,

Menschen die nichts aufhält,

Die Welt verändert sich,

Sie denkt nicht an sich,

Es zählt was die anderen wollen,

Niemand scheint ihr Respekt zu zollen,


In der kleinen Kammer sitzend,

Immer wieder auf das Blatt kritzelnd,

Sucht Worte, um zu beschreiben,

Was er nicht kann vermeiden,


Suchte Worte des Erholung,

Fand Wahrheit ohne Schonung,

Kann nicht erklären, das er die Rose schätzt,

Schützend seinen Schatten über sie stellt,

Ganz egal wie viel Dreck fällt,

Möchte ihr die Hand reichen,

Vielleicht kann sein Trost sie doch erreichen






12.6.08 22:35
 


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